Manchmal gibt es Zufälle, die gibt es gar nicht. Unlängst ging ich in Wien mit meinem Hund Struppi – ja, ich hab ihn unlängst erstanden, und weil ja die Frau Ministerin für irgendwas Edtstadler ihren auch so benannt hat und der, laut dem bekannten österreichischen Investigativ Medium OE24 „das Bundeskanzleramt rockt“, heißt meiner auch so – im Dritten Wiener Gemeindebezirk spazieren.

Und da komm ich an einem übervollen Altpapier Container vorbei. Der Struppi musste den markieren und ich les‘ auf herausquillenden Zetteln in wackeliger Handschrift geschrieben: ch..Ibiza..Öst..retten. Neugierig wie Struppi und ich nun mal sind, zog ich ein paar Blätter aus dem Container. Und Sie werdens nicht glauben, das waren tatsächlich die handgeschriebenen Skizzen vom HC Strache für sein neues Buch. Über Ibiza. Wir erinnern uns, der böse Armin Wolf vom ORF hat den Strache ja mal in seiner ZIB 2 zerlegt, weil er angeblich etwas unter seinem Namen veröffentlicht hat, was er gar nicht geschrieben hat.

Doch das stimmt gar nicht. Ich sag Ihnen der HC kann wirklich schreiben. „Liebes Tagebuch“ steht da, „die sind alle so gemein zu mir. Dabei mag ich Ibiza gar nicht, hab mich halt, guter Lackl, der ich nun mal bin überreden lassen, hinzufliegen. Mein Spezl der Joschi hat gsagt, mia müssen dort Österreich retten. Und das war ja mein Job als Vizekanzler der Republik Österreich, selbige zu retten. Also simma hingflogn, auf dieses gschis…. Ibizia. Na, I mags wirklich nicht. Und dann hab ich mich so was von eingesetzt für unser Land. Extra mein frisch gebügeltes Turnleiberl hab ich anzogn, falls es anstrengend werden würde“.

Leider fehlen ab hier ein paar Seiten. Weiter geht’s mit „und wie danken mirs die Gfriesa? Lügen, Diffamierungen und aussigschmissn hams mi, diese Or…“ Hier reißt der Text endgültig ab.

Wer so herzig schreibt, kann doch nicht lügen, oder?

Der gebürtige Österreicher Andreas Weinek war jahrelang in den obersten TV-Etagen zu Hause. Für Clap kommentiert er regelmäßig das Geschehen in der Kommunikationsbranche.

Foto: Alexander von Spreti