Im oberfränkischen Kulmbach hat Geschäftsführer Bernd Förtsch mit seiner Börsenmedien AG einen sehenswerten Standort. Passen dort seine neuen Mitarbeiter hinein, die er nach dem Kauf der Titel „Euro“ und „Börse Online“ übernommen hat?

Diese Frage stellt sich nicht, denn die Standortsituation ist schon geklärt: Der Mietvertrag des Finanzen Verlags ist von der Börsenmedien AG übernommen worden. Wie Clap erfahren hat, bleiben „Euro“, „Euro am Sonntag“, „Börse Online“ und die Website Boerse-online.de mitsamt den Angestellten weiterhin am alten Standort in der Münchner Bayerstrasse.

Und auch für Verlagschef Frank B. Werner ändert sich künftig auch nicht mal so viel. Die Holderstock Media GmbH, die künftig seine Magazine „Courage“ und „Tichys Einblick“ verlegen wird, und die Euro Advisor Services GmbH, die künftig TFR Advisor Services heißen wird, werden Untermieter bei der Börsenmedien AG von Bernd Förtsch. Es gibt ein paar interne Umzüge, aber für die bisherigen Mitarbeiter ändert sich praktisch nichts. Es wird unter anderem eine zusätzliche Tür eingebaut, um die redaktionellen Einheiten anzupassen.

Wie kam es überhaupt zu der Übernahme? Im Laufe dieses Jahres hatten wohl sich einige M&A-Berater in München gemeldet, die für Mandanten Interesse an einer Übernahme der Anlegertitel des Finanzen Verlags äußerten. Ein solcher Übergang war für Verlagschef Werner wohl alles andere als abwegig. Und schon länger in seinen Überlegungen. Zumal sich in einem guten Börsenumfeld so eine Übernahme wohl einfacher gestalten lässt, als in Crashzeiten. Und so wurden sich die beiden Vertragspartner wohl schnell handelseinig.

Übrigens: dem Mediengeschäft bleibt Werner weiterhin aktiv erhalten. Mit der Lösung  Börsenmedien AG wird der 62-Jährige nicht unzufrieden sein. Ab Mitte nächsten Jahres, also nach einer Übergangszeit, kann er sich stärker auf einen Titel wie „Courage“ konzentrieren. Erst vor wenigen Tagen hat er mit dem Geld- und Karrieremagazin für Frauen den Bayerischen Printpreis in der Kategorie Zeitschriften gewonnen. (dh)

Foto: Alexander von Spreti