DuMont baut um: Ab Anfang Februar 2022 wird „Express – Die Woche“ als neue Anzeigenzeitung erscheinen, die am Freitag respektive am Samstag, also ein Mal pro Woche, an alle erreichbaren Haushalte in Köln verteilt wird. Die geplante Auflage soll bei rund einer halben Million Exemplare liegen.

Einen neuen Chefredakteur gibt es bislang offiziell noch nicht. Dieser soll erst in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden. Jedenfalls gibt es in diesem Zuge das Anzeigenblatt „Kölner Wochenspiegel“ ab Februar als Marke nicht mehr. Parallel dazu wird übrigens von Montag bis Sonntag weiterhin ganz normal der „Express“ als Boulevard-Kaufzeitung erscheinen. Inhaltlich soll es – wenn überhaupt – nur minimale Überschneidungen geben. Beide Redaktionen arbeiten weitestgehend unabhängig voneinander.

Damit nutzt DuMont seine starke Marke „Express“ um mit einer Kombination aus täglicher Kaufzeitung, hohen digitalen Reichweiten und der neuen wöchentlichen Anzeigenzeitung die Position im regionalen Medienumfeld zu festigen. Die Entscheidung wurde im wesentlichen aus zwei Gründen getroffen: Erstens, um die Marke „Express“ zu stärken und zweitens, um die Reichweiten von „Express“ und „Kölner Wochenspiegel“ zu bündeln. „So schaffen wir eine Symbiose aus zwei starken Marken“, sagt eine Sprecherin.

Allerdings befürchtet die Redaktion des „Express“ laut Clap-Recherchen, dass die neue Anzeigenzeitung die Kaufzeitung auch etwas entwerten könnte. Eine Verwässerung der Marke sieht eine Sprecherin  nicht: Vor allem für den „Express“ soll diese Kombination aus täglicher Kaufzeitung und wöchentlicher Anzeigenzeitung, eine große Chance erhalten, die „Sichtbarkeit bei Leserinnen und Lesern sowie Kundinnen und Kunden zu gewährleisten.“ (dh)

Der „Kölner Wochenspiegel“ ist bald Geschichte.