Wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF heute mitteilten, wollen diese die Berichterstattung aus ihren Studios in Moskau wieder fortsetzen. Diese war ausgesetzt worden, um „die Folgen des neuen Mediengesetzes in Russland zu prüfen“. Schon vor einigen Tagen gab die englische BBC bekannt, die Berichterstattung aus Russland wieder aufnehmen zu wollen.

Und wie gehen die Privatsender mit der Situation in Moskau um? RTL Deutschland hatte keine Auszeit und ist beispielsweise noch mit einem Minimal-Team vor Ort. Drei Mitarbeiter arbeiten derzeit noch in Moskau. Das soll möglichst erstmal so bleiben. Für RTL-Moderatorin Charlotte Maihoff, die einige Zeit da war, hat der langjährige Moskau-Korrespondent Rainer Munz (im Foto) das Ruder übernommen.

Unterstützt wird er dabei von zwei weiteren Mitarbeitern, von einem Kameramann und von einem Producer. Diese werden nach aktuellem Stand der Dinge zunächst weiter für aus Moskau schalten und arbeiten. „Wir beurteilen die Situation und Gefahrenlage kontinuierlich neu und in enger Abstimmung mit den Kollegen in Moskau, sowie der deutschen Botschaft vor Ort“, so ein RTL-Sprecher.

Dabei gelte grundsätzlich, dass die Chefredaktion in Köln ununterbrochen mit den Teams in der Ukraine, in Russland und in den Grenzgebieten in Kontakt stehen. Jederzeit werde überprüft, wo die Kollegen gerade sind und haben die Gefahrenlage stets im Blick. Die Teams vor Ort würden dabei selbst entscheiden, ob sie die Gegend oder das Land verlassen möchten. „Das ist für uns oberste Maxime und wird, sobald der Wunsch geäußert wird, umgehend umgesetzt“, so ein Sprecher. Unterstützten lässt sich RTL Deutschland wohl bei der Berichterstattung auch von externen Sicherheitsfirmen.

Bei den Springer-News-Sendern gab es bislang auch keine Unterbrechung. Für Bild TV ist der kantige Peter Tiede im Einsatz, der zuletzt vom DJV mehr Rückenstärkung für Kriegsreporter forderte. Für Welt TV berichtet fortlaufend Christoph Wanner. (dh)

Foto: RTL Deutschland