DAZN-Deutschland-Chef Thomas de Buhr steht angeblich vor der Ablösung. Das hört Clap aus verschiedenen Quellen. Er kam 2018 zum Streamingdienst und war seither die wichtigste Personalie für die deutsche Dependance.

De Buhr hat zwei Büros: eines in Berlin und eines in München-Ismaning. In beiden ist er laut Clap-Infos schon länger nicht mehr persönlich gesichtet worden. Als zum 1. Februar die Preise viel beachtet bei DAZN angehoben worden waren blieb der Geschäftsführer still – kein persönliches Statement dazu.

Früher war de Buhr einmal Deutschlandchef des Kurznachrichtendienstes Twitter. Doch schon seit Ende 2021 schreibt er selbst dort nichts mehr. Keine neuen Informationen, kein Zitat. Eine seiner letzten offiziellen Äußerungen in der Presse sind hier bei der „FAZ“ nachzulesen.

Sollten die Gerüchte stimmen, dann wäre das ein echter Personal-Hammer. De Buhr ist als Chef von DAZN Deutschland zweitwichtigster Geldgeber der Bundesliga. Die Streaming-Plattform überträgt aktuell 106 Bundesliga- und 121 Champions-League-Spiele.

Laut verschiedenen Medienberichten musste DAZN für 2020 einen Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar verkraften. T-Online berichtete, dass das Unternehmen kürzlich eine Finanzspritze erhielt, angeblich direkt vom Hauptgesellschafter. Finanziert wird der Sportstreamer von Eigentümer Leonard Blavatnik.

Er ist kein Oligarch, sondern Brite und Amerikaner mit ukrainischen Wurzeln. Und angeblich einer der reichsten Menschen der Welt. Das Vermögen des 64-Jährigen liegt laut dem Magazin „Forbes“ bei 30 Milliarden Euro. Er steckte 2020 laut verschiedenen Quellen insgesamt 960 Millionen Euro in DAZN, 2021 kamen weitere 1,14 Milliarden Euro hinzu.

Vom Unternehmen gab es bis Redaktionsschluss zur angefragten Personalie de Buhr keine Stellungnahme.

(dh)

 

Foto: Dazn