Condé Nast hatte ja vor einiger Zeit die neue Strategie herausgegeben, viele Inhalte zentral produzieren zu wollen und dann weltweit zu verteilen. Diese Idee scheint zumindest mit der viel diskutierten und kürzlich publizierten Homestory über die Selenskyj-Familie nun aufzugehen.

Doch eines fällt auf, was für den flüchtigen Betrachter vielleicht nicht sofort wahrnehmbar gewesen ist: die Geschichte erschien gar nicht in der gedruckten „Vogue“, sondern bislang ausschließlich im Internet. Die digitale Coverstory mit Olena Selenska ist zeitgleich mit der Veröffentlichung in den USA übersetzt worden und in fast allen anderen Märkten auf den Vogue-Webseiten erschienen. Auch in Deutschland in einer speziellen Version.

Die Geschichte ist also weltweit ausschließlich zunächst ausschließlich als digitale Coverstory erhältlich. Kiosk-Leser und Abonnenten müssen sich dagegen noch länger in Geduld üben. Das nächste gedruckte Magazin erscheint erst am 30. August mit der September-Ausgabe.  Eine Condé Nast-Sprecherin dazu: „Das war so geplant. Aktuell ist sie in keiner Printausgabe zu finden.“

Sehr viel zeitlicher Vorsprung also für die digitale Selenskyj-Story. Vielleicht wollten die Macher im Verlag mit der frühen Online-Erscheinung einfach kein Risiko eingehen. In der Ukraine ändert sich die Lage ja fast stündlich. (dh)

Foto: Annie Leibovitz für Vogue