Zum besten Wellnesshotel Europas wurde in diesem Jahr mal wieder eines aus Österreich gekürt. Auf den Plätzen folgten die Wettbewerber aus Italien, Griechenland oder Frankreich. Wellness können die Österreicher. Besonders gefragt sind diese Hotels aus der Alpenrepublik vor allem um die Jahreswende, da herrscht jetzt Hochbetrieb. Und immer wieder ist zu bemerken, dass besonders viele Teilnehmer aus der Kommunikationsbranche in die Berge fahren. Es braucht keinen besonders großen Zufall um bei Ski fahren das ein oder andere bekannte Gesicht zu entdecken. Wir fragten zwei bekannte Hoteliers, Petra und Reinhard Gschwandl (im Foto) vom Gut Berg im Salzburger Land, wie die Saison nach zwei schwierigeren Jahren anläuft.

Die Hotels füllen sich bereits, aber insbesondere zwischen Weihnachten und Neujahr ist ja immer wieder zu bemerken, dass unglaublich viele Menschen aus der deutschen Kommunikationsbranche nach Österreich in die Berge fahren. Ist das auch bei Ihnen der Fall?

Reinhard Gschwandl: Es ist richtig, dass viele Menschen aus der deutschen Kommunikationsbranche, ihren Jahreswechsel bei uns in Österreich, in den Bergen, verbringen. Dem Alltag entfliehen und die Natur bei uns in den Bergen genießen, dies möchten wir auch unseren Gästen vermitteln.

Wie stellen Sie sich auf die besondere Konjunktur in den kommenden Wochen ein? Gibt es bei Ihnen etwa spezielle Angebote in dieser Zeit?

Petra Gschwandl: Das Buchungsverhalten hat sich etwas verändert.  Die Gäste buchen eher kurzfristig, das heißt, wir können längerfristig nichts planen. Die Hauptsaisonen sind sehr gut ausgebucht. In den Nebensaisonen haben wir versucht, günstigere Packages zu schnüren. Dennoch glauben wir daran, dass Urlaub ein essentieller Teil ist, auf den niemand verzichten möchte.

Gerade in Tirol dürfte es viel Schnee gegeben haben, eventuell gibt es bei Ihnen ja tatsächlich Weiße Weihnachten. Erwarten Sie nach zwei schwierigeren Pandemiejahren wieder eine gute Saison?

Reinhard Gschwandl: Die Chancen auf Weiße Weihnachten stehen sehr gut. Wir haben im Moment eine traumhafte Winterlandschaft, wo Ski in und Ski out direkt vom Hotel, möglich ist. Auf eine gute Wintersaison halten wir natürlich Ausschau, aber wir sind guter Dinge das es eine tolle Saison wird. Die letzten zwei Jahre stellten uns natürlich vor Herausforderungen. Doch nach diesen zwei schwierigen Pandemiejahren schauen wir wieder positiv in die Zukunft. 

Ski fahren dürfte nach dem Schneefall ja kein Problem sein. Wie wichtig ist das Ihrer Kundschaft? Oder geht es gerade in den Weihnachtstagen mehr um ein paar schöne Wellnesstage mit Sauna, Massageangeboten oder Gesichtsbehandlungen?

Petra Gschwandl: Der Großteil der Gäste kommt zum Ski fahren zu uns. Aber auch eine Veränderung können wir hierbei beobachten, viele Familien wechseln sich mit den Skitagen ab, machen lange verschneite Winterspaziergänge oder schnappen sich eine Rodel und erkunden die Gegend. Ein fünfminutiger Fußweg führt unsere Gäste zu unserem Gut Berg Stadl, wo sie sich Mittag mit einer „söwagmochtn“ Gulaschsuppe stärken können, langweilig wird es bei uns im Gut Berg nie. Es gibt immer etwas zu erleben. 

In vielerlei Hinsicht geht es ja auch gerade um das Sparen von Energie. Aber beispielsweise Hotelpools müssen ja eigentlich ständig beheizt werden. Wie schwierig ist es, in einem Wellnesshotel Strom zu sparen?

Reinhard Gschwandl: Das Strom sparen ist ein großes Thema in der heutigen Zeit, dennoch möchten wir, dass unsere Gäste auf nichts verzichten müssen. Wir im Gut Berg haben bereits andere Maßnahmen getroffen, wie beispielsweise eine Fotovoltaikanlage auf unseren neu errichteten Stallgebäude und eine Hackschnitzelheizung, welche gerade erweitert wird. Unsere Mission ist es, unseren Gästen einen unvergesslichen Urlaub zu bereiten, in diesen oft herausfordernden und nicht so leichten Zeiten. 

Die Konzepte in österreichischen Berghotels wirken manchmal recht ähnlich. Mit welchen Zusatzangeboten kann das Hotel Gut Berg denn punkten?

Reinhard Gschwandl: Wir, als Familie im Gut Berg stehen für Natur, Nachhaltigkeit, Zusammenhalt und Regionalität. Die Liebe zu den Tieren vermitteln wir unseren Gästen und wollen sie wieder zurück zum Ursprung bringen, wissen wo alles herkommt. 

Fotos: Gruber

Last Updated on 23. Dezember 2022 by Daniel Häuser