Doktorarbeiten sind ja etwas in Verruf gekommen, seitdem darüber nur noch in Zusammenhang mit Worten wie „Plagiat“ und „Fake“ gesprochen wird. Dennoch scheint für einige Protagonisten aus der Kommunikationsbranche die Promotion durchaus noch attraktiv zu sein. Zum Beispiel für Stefan Gröner: Der ehemalige „Bravo“-Verlagsleiter strebt nach seiner Demission nach höheren akademischen Graden und will noch in diesem Jahr – „bis zum Dezember“, wie er selbst sagt – die Arbeiten an seinem Werk zum Thema „Konzeptionelle Steuerung von Medienmarken“ abschließen.

Möglich macht das übrigens sein BWL-Studium, dass er mit Bestnote abgeschlossen hat. Außerdem hat er für seine Verhältnisse ungewöhnlich viel Zeit, die es zu füllen gilt. Offiziell ist er ja nach wie vor noch bei der Bauer-Verlagsgruppe angestellt. Aus dem Tritt brachten Gröner lediglich ein paar Wiesn-Tage, ansonsten verbringt er sein Tagewerk an einem „stillen Örtchen“, der Münchner Staatsbibliothek, umgangssprachlich „Stabi“ genannt. Zu seinen beruflichen Perspektiven kann Gröner im Übrigen noch nicht viel sagen, derzeit gebe es noch keine konkreten Ideen für einen Neueinstieg im Mediengeschäft.

Ebenso an ihrer Doktorarbeit werkelt bereits seit etlichen Jahren die ehemalige Sat.1-Chefredakteurin Tanja Deuerling (u.). Die Berliner Unternehmensberaterin und Hochschuldozentin kann sich wahrscheinlich auch schon bald über eine tollen akademischen Titel freuen, wie sie uns am Rande der Münchner Medientage verriet.

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(dh) Fotos: Daniel Häuser & Alexander von Spreti