Nachdem in dieser Woche bekannt geworden ist, dass Medweth seinen Frauentitel „Jolie“ an Klambt verkauft, fragen sich etliche Marktbeobachter, wie es künftig mit der Verlagsgruppe weitergehen wird. Erst einmal sei für die Münchner aber mit dem Verkauf von „Madame“ und „Jolie“ nun eine wichtige Etappe bei der Konsolidierungsstrategie erreicht.

Demnach könnte also erstmal wieder etwas Ruhe einkehren. Laut einer Verlagssprecherin wird nicht ausgeschlossen, dass auch nach dem Verkauf der Online-Marke „Mädchen.de“, das Printmagazin weiter innerhalb des Verlags produziert wird. Allerdings unter anderen Voraussetzungen. Die verbliebenen Printtitel, also „Mädchen“, „Popcorn“ und „Insight“, werden nach Angaben des Verlags künftig nicht mehr unter dem Dach der Vision Media erscheinen, unter dem die Printmarken gebündelt worden sind. Diese sind wohl künftig innerhalb der Media Group Medweth aufgehangen. Damit könnte der erst vor einigen Jahren etablierte Markenname Vision Media bald Geschichte sein.

Zum anderen wird ein neuer Standort geprüft. Verlagschef Christian Medweth will offenbar in München bleiben. Allerdings sind die Redaktionsräume in der Münchner Albrechtstraße nach dem Weggang der vielen Print-Kollegen viel zu groß. Ohnehin werden die Inhalte der Print-Titel „Mädchen“ und „Popcorn“ nicht am Verlagsstandort, sondern extern produziert. Ob sich Medweth nun Untermieter ins Haus holt oder ganz woanders hingeht, werden die nächsten Wochen zeigen.

Bislang unerwähnt sind zwei wichtige Personalien: da Klambt keine Mitarbeiter von „Jolie“ übernimmt, verlieren Chefredakteurin Verena Roskos (links im Bild) sowie die stellvertretende Chefredakteurin Katrin Futterknecht ihre Jobs. Wohin es die beiden zieht ist bislang noch unklar.

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Fotos: Verlag, Alexander von Spreti

Text: dh