Panik ist ja meistens kein guter Ratgeber. Insofern überlegen sich die Medienunternehmen derzeit genauestens, ob sie eine Veranstaltung in Zeiten des Corona-Virus absagen oder nicht. Die Folgen könnten unter Umständen schwerwiegend sein. Doch es gibt viele positive Signale. Wir haben uns umgehört.

Es geht vielen Medienunternehmen jetzt darum, klar nachzudenken, wo derzeit wirklich Risiken bestehen. Insofern sind auch in dieser Woche zwar etliche, aber nicht alle Events der Branche abgesagt worden. Unter anderem lief in Frankfurt am Main wie geplant das Screenforce-Expertenforum. Keine große Veranstaltung, aber fast 100 Marktteilnehmer waren dabei. Die wichtigere Screenforce-Veranstaltung aber steht Anfang Juni natürlich noch vor der Tür. Vorerst kann da aber Entwarnung gegeben werden: „Stand heute sollen die Screenforce Days stattfinden – aber selbstverständlich beobachten wir die Entwicklung sehr genau“, sagt Screenforce-Mann Andreas Kühner auf Clap-Nachfrage.

Doch welche großen Medienveranstaltungen stehen gerade an und könnten womöglich von einer Absage betroffen sein? Der Digitial Innovators‘ Summit ist bekanntlich ab dem 24. März geplant. VDZ-Managing Director Lutz Drüge gab gestern dazu ein Statement auf Englisch: „The Digital Innovators’ Summit will therefore go ahead as planned on March 24th and 25th.“ Die Berliner Veranstaltung soll also laufen – nach Lage der Dinge.

Auch die Anga Com ist terminlich nicht mehr so weit entfernt. Die Veranstalter des Kongresses für Breitband, Fernsehen & Online denken derzeit aber nicht konkret an eine Absage. „Wir haben bis zur Anga com natürlich auch noch mehr Zeit als andere“, sagt Sprecherin Jenny Friedsam. Die Veranstaltung soll am 12. Mai starten. Auch von der Dmexco sind positive Signale zu hören. Ein offizielles Statement gibt es derzeit dazu aber (noch) nicht. Anders machen es die Entscheider von den Online Marketing Rockstars. Sie veröffentlichten schon vor Tagen eine Meldung: „OMR20 ist aktuell nicht gefährdet.“

Am schwersten trifft es derzeit die kurzfristig abgesagten Events. Es geht in den nächsten Wochen um richtige Entscheidungen, nicht um Bürokratie. Sonst bekommt die Medienwirtschaft mehr als nur einen Schnupfen. (dh)

Foto: Veranstalter