Paukenschlag beim Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern: Waltraut von Mengden tritt als Präsidentin ab. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, welches Clap vorliegt.

„Wir leben in besonderen Zeiten und diese erfordern besondere Entscheidungen. Daher möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mein Amt als Erste Vorsitzende/Vorstand des Verbandes der Zeitschriftenverlage in Bayern aus privaten Gründen zum 30. September 2020 niederlegen werde“, schreibt die gebürtige Münchnerin an ihre Mitglieder. Von Mengden war seit 2012 Verbandspräsidentin. „Die Verbandsarbeit im VZB hat mir immer große Freude bereitet und ich habe mich für die Mitglieder immer sehr gerne in den Dienst der Sache gestellt“, schreibt von Mengden weiter.

Die frühere Verlagsmanagerin, die bei Burda, Gruner + Jahr und MVG wirkte, will dem Verband zunächst verbunden bleiben. Bis zu den Neuwahlen auf der nächsten Mitgliederversammlung im Jahr 2021 wird sie ab Oktober 2020 von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Doedens (BurdaNews) und Horst Ohligschläger (Bayard Mediengruppe) sowie von VZB-Geschäftsführerin Anina Veigel vertreten. Wer ihr folgen wird ist somit noch unklar. 

Von Mengden wird von etlichen bayerischen Verlagsmanagern eine gute Arbeit in ihrer Amtszeit attestiert. Unter ihrer Ägide stieg die Mitgliederzahl deutlich, was sich auch positiv auf die Bilanz des Verbandes ausgewirkt haben soll. Aus einem jährlichen Verbands-Mitgliedertreff machte sie unter anderem den viel beachteten VZB-Mediengipfel, zu dem regelmäßig die Eliten der bayerischen Politik, wie beispielsweise Ministerpräsident Markus Söder, gekommen waren. Außerdem lud sie zu einer Vielzahl von Kaminabenden ein, zuletzt nahm sie dabei das Thema Audiomarketing ins Visier.

Seit 2014 ist von Mengden Geschäftsführende Gesellschafterin der WvM Unternehmensberatung in München. Dieser Tätigkeit wird sie weiterhin nachgehen.

Foto vom letzten Mediengipfel 2019, der in diesem Jahr ausfallen musste. Ganz links Medienminister Florian Herrmann, Waltraut von Mengden, VZB-Geschäftsführerin Anina Veigel sowie Staatsminister Georg Eisenreich. 

Text: Daniel Häuser

Foto: VZB