Außergewöhnlich viele Weihnachtsvideos erreichten in den vergangenen Tagen die Clap-Redaktion. So sollen offensichtlich die in diesem Jahr ausgebliebenen persönlichen Kontakte intensiviert werden. Dass die neuen Home Office-Arbeitsbedingungen der Medienbranche zu schaffen gemacht haben, wird in den Weihnachtsgrüßen sehr deutlich.

Man muss das ablaufende Corona-Jahr nicht besser darstellen, als es war. Das dachte sich offensichtlich Discovery und beschreibt es mit „krass“, „gaga“ und „irre“. Mit der Übernahme von Tele 5 und dem Ausfall der Olympischen Spiele haben die Münchner aber auch tatsächlich ein außergewöhnliches Jahr hinter sich. Neben den Sendergesichtern wie Boris Becker, Sky du Mont oder Birgit Nössing meldet sich auch Senderchefin Susanne Aigner-Drews mit Weihnachtsmütze selbst zu Wort und sagt: „Ein Jahr, das in die Geschichte eingeht“.

Zum Discovery-Video geht es hier lang.

Das Home-Office-Jahr hat Mainstream Media humorvoll auf die Schippe genommen. So fragt im Video eine Mitarbeiterin verzweifelt: Wie ertrage ich meine ganze Familie? Mit einer hochgehaltenen Flasche Aperol wird die Antwort indirekt gleich gegeben. Kein Alkohol ist auch keine Lösung! Da es für die Unterföhringer noch unklar zu sein scheint, wie es im nächsten Jahr hinsichtlich Heimarbeit weitergeht, empfiehlt das Medienunternehmen einfach, das Beste aus jeder Situation zu machen. Hier geht es zum Mainstream Video.

Nachdenklichere Töne stimmt dagegen Pilot-Chef Jens-Uwe Steffens an. Er hofft schon sehr auf kommende Kongresse und Partys „mit einem Glas Wein oder einem Glas Bier in der Hand“. Er will unbedingt 2021 Marktpartner wieder persönlich treffen. Oft wisse man die Dinge erst dann wertzuschätzen, wenn man sie nicht mehr hat, meint Steffens. Der Agenturchef erteilt indirekt der aufgekommenen Microsoft-Teams und Zoom-Call-Euphorie eine Absage: Kreative Inspiration funktioniere nur, wenn Menschen in einem Raum sind und sich gegenseitig befruchten würden. Alle wüssten, dass die Welt dabei ist ,,neue Strukturen anzunehmen“. Darauf müsse man reagieren.

 

Last but not least produzierte auch HD Plus wie im vergangenen Jahr mit seinem Helden Friedrich Liechtenstein ein ziemlich lustiges Video. Liechtenstein versucht sich dieses Mal unter anderem mit HD Plus-Chef Timo Schneckenburger an unorthodoxer Kaffeesatzleserei. Wer mit ihm in die Zukunft blicken will, der klickt einfach hier.

Fotos: Sender

Text: dh