Weihnachtsfeiern wird es in diesem Jahr nicht geben, zumindest nicht so wie gewohnt. Damit es dennoch nicht ganz trostlos unterm Weihnachtsbaum wird, haben sich die Medienunternehmen in etlichen Fällen kreative virtuelle Partys ausgedacht.

So engagierte der Hörfunksender Antenne Bayern beispielsweise einen Koch statt einen Weihnachtsmann, der den Radiomachern per Videoschalte zeigt, wie italienisch Kochen geht. Grundlage bildet ein Präsentkorb mit reichlich  Kochmaterial, der den Ismaninger Mitarbeitern zuvor zugesandt wurde.

Einen ähnlichen Weg geht der Süddeutsche Verlag, auch hier wurden einigen Verlagsmitarbeitern Glühwein und Spekulatius zugeschickt, die nun gemeinsam per Videocall verzehrt werden sollen. Bei Sky Deutschland wurde sogar ein besonders üppiger Korb mit besonders feinen Delikatessen an die Pay-TV-Crew versandt. Der Verzehr erfolgt allerdings individuell.

Einen anderen Weg geht Gruner + Jahr: Die Hamburger spenden das Geld für die ausgefallene Weihnachtsfeier. 50.000 Euro gingen so an gemeinnützige Organisationen. Trotzdem gehen die Mitarbeiter nicht leer aus. Allen Mitarbeitern wurde ein zusätzlicher freier Tag spendiert, am 4. Januar ruhen die verlegerischen Arbeiten am Baumwall. Das neue Jahr beginnt für Gruner + Jahr somit erst am 5. Januar. Die Mitarbeiter vom „Stern“ können sich einen anderen Tag frei nehmen, dort ist an jenem Tag gerade Produktionsschluss.

Auch in Unterföhring gibt es einen zusätzlichen freien Tag für die Mitarbeiter für das Durchhalten im Corona-Jahr. Genau genommen sind es zwei halbe Tage. Für den 24. Dezember und den 31. Dezember müssen die Sky-Leute ausnahmsweise keinen Urlaub nehmen. Die beiden Tage spendiert das Medienunternehmen denjenigen, die nicht unmittelbar für den Sendebetrieb notwendig sind.

Etliche andere Medienunternehmen haben noch eine Corona-Geldbonus für ihre Mitarbeiter. So gibt es beispielsweise bei Burda einen knapp vierstelligen Betrag zusätzlich zum Weihnachtsgeld. Bei Condé Nast in Deutschland gibt es bis zu 1.000 Euro als „Dankeschön für die außergewöhnliche Arbeit“. Die „Spiegel“-Gruppe hat im November in den meisten Fällen 300 Euro überwiesen. Die „FAZ“ will ebenfalls 300 Euro zahlen.

Frohe Festtage wünscht allen Medienmachern die Clap-Redaktion!

Foto: Pixabay/buzukis, alexas_fotos

Text: Daniel Häuser