Wird in den Verlagen nicht mehr so viel entwickelt wie früher? Es hat fast den Anschein. Gleich drei bekannte Protagonisten dieses Metiers haben in diesem Jahr ihren Arbeitgeber verlassen. So ging bereits im Juni diesen Jahres die Chefin für Entwicklung und Innovation bei Axel Springer. Ulrike Zeitlinger-Haake leitete seit 2019  als Chefredakteurin das Bild Innovation Lab. In dieser Zeit brachte sie unter anderem das „Reiselust“-Magazin, eine Beilage für die „Bild am Sonntag“, auf den Markt.

Im September der nächste Paukenschlag: Gruner + Jahr gab bekannt, dass Christian Krug, der zuletzt Chefredakteur „Neue Geschäftsfelder“ war, aus dem Verlag ausscheidet. Der langjährige „Gala“- und „Stern“-Chefredakteur will wieder Unternehmer werden, hieß es.

Und erst vor ein paar Wochen wurde öffentlich bekannt, dass bei der Bauer Media Group Nadine Nordmann nicht mehr an Bord ist. Sie wurde erst vor rund einem Jahr Bauer Media Group-Chefredakteurin für Entwicklungsprojekte. Clap berichtete. Sie ist mittlerweile als Beraterin unterwegs und hat dafür eine eigene Website eingerichtet. Sie macht sich also nun als Coach selbstständig und will das weitergeben, was sie als junge Führungskraft vermisst hat.

Was lässt sich daraus schließen? Wahrscheinlich sind bei den Verlagen im nächsten Jahr Innovationen nicht bei Zeitschriften, sondern eher auf anderen, digitaleren Ebenen zu erwarten.

Fotos: Verlage

Text: dh