Es ist ein Paukenschlag. Wie heute bekannt geworden ist, schließen Sky Deutschland und die Mediengruppe RTL eine Content-Partnerschaft ab. Ab Sommer können beispielsweise Kunden von Sky Q das Angebot TV Now nutzen. Ein überraschender Deal zweier Medienunternehmen, die bislang nicht durch übertriebene Nähe zueinander aufgefallen sind. Nach Clap-informationen stehen aber wohl noch weitere Partnerschaften vor der Tür.

Nachdem der Chef von ProSiebenSat.1, Rainer Beaujean, bereits ein Umdenken beim hauseigenen Streaming-Dienst Joyn noch Ende letzten Jahres in der Süddeutschen Zeitung ankündigte  und damit die viel weiter reichenden Pläne seines Vorgängers Max Conze kippte, stehen dort die Zeichen auf Veränderung.

Angeblich verhandeln auch die ProSiebenSat.1-Gruppe und Sky zumindest im Streaming-Bereich über eine Partnerschaft. Der Service Joyn könnte so demnächst auch bei Sky Q unterkommen, entsprechende Verhandlungen seien bereits weit gediehen. Bereits in der jüngeren Vergangenheit war von den Senderverantwortlichen ein solcher Schritt nicht explizit ausgeschlossen worden.

Es ist ein Strategiwechsel bei Sky zu beobachten: Sky Q positioniert sich verstärkt als Inhalte-Aggregator. Zu finden sind auf der Q-Plattform unter anderem die Mediatheken von ARD und ZDF, YouTube oder seit kurzem auch Amazon Prime Video. Damit machen sich die Unterföhringer auf vielfältige Art und Weise unabhängiger von Sport- und Filmrechten. Die deutsche Medienwelt rückt indessen auf einer solchen Plattform enger zusammen. (dh)

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