Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Verlag Condé Nast sein Europa-Geschäft zentralisiert. Das deutsche Geschäft solle in diesem Zuge in eine neue europäische Struktur überführt werden. Außerdem wurde bekannt, dass die Hälfte der Arbeitsfläche im Münchner Verlagssitz abgebaut werden soll. Auch die Redaktionen stellen sich seit dieser Bekanntgabe auf weitere Maßnahmen ein. Diese scheinen nun näher zu rücken.

Roger Lynch, CEO seit 2019, teilte in dieser Woche laut einem Medienbericht einigen Mitarbeitern in Großbritannien mit, dass etliche Arbeitsplätze durch die kommenden neuen Strukturen gefährdet seien. Im Vereinigten Königreich werden die Kürzungen vor allem die Mitarbeiter von „Vogue“, „Conde Nast Traveller“ und „GQ“ betreffen, von denen sich einige allerdings erneut um ihre Rollen in der neuen globalen Struktur bewerben können.

Die Markenteams werden gerade in verschiedenen Regionen zusammengeführt, die Berichtsstrukturen neu ausgerichtet. Weitere personelle Veränderungen werden wohl auch in Deutschland erwartet, hört Clap, da der Verlag diese nächste Stufe seiner internationalen Fusion auch hierzulande umsetzt. Im vergangenen Jahr gingen beispielsweise bereits die Chefredakteure der „Vogue“, Christiane Arp, und der „Glamour“, Andrea Ketterer.

„Während wir unser europäisches Geschäft weiter zusammenführen und unsere globalen Aktivitäten transformieren, treten wir in einen kollektiven Konsultationsprozess ein, um einige unserer Teams, Rollen und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wir sind fest entschlossen, die Mitarbeiter in dieser Zeit zu unterstützen“, sagte auch ein Vertreter von Condé Nast in einer Erklärung. (dh)

Foto: Conde Nast