Ende letzter Woche lief nun erstmals die neue Veranstaltung „Macrosphere Sports Industry Days“ an der Hochschule Macromedia. Die Ankündigung des sportlichen Events von Wolfram Winter, Dirk Grosse und Ralph Fürther sorgte für Aufmerksamkeit in der Kommunikationsbranche. Wie der erste Branchentreff der drei Agenturleute tatsächlich gelaufen ist, erzählt Ralph Fürther im Clap-Interview.

Will sich ihre Agentur Three Winters jetzt auch als Event-Veranstalter etablieren?

Fürther: „Eine Event-Agentur sind wir nicht, aber die Partnerinnen und Partner haben zusammen einige tausend  Veranstaltungen gemanaged – wir wissen von daher ganz gut, wie so etwas funktioniert. Der Event entstand aufgrund der  langjährigen Beziehung von Wolfram Winter mit der Macromedia. Aus einer Idee bei einem Abendessen wurde nun ein ganz ansehnlicher Zwei-Tages-Event.“

Ist denn der Event im nächsten Jahr schon wieder geplant?

Fürther: „Die sehr positive Resonanz hat dazu geführt, dass wir schon jetzt darüber nachdenken. Tatsächlich hat es sogar schon Nachfragen gegegben.“

Da waren einige bekannte Köpfe aus der Kommunikationsbranche auf dem Podium. Welche Auftritte sind Ihnen denn noch am meisten in Erinnerung geblieben?

Fürther: „Keine einfache Frage…Sehr beeindruckt hat mich bei Ewald Manz, Partner bei Odgers Berndtson, was er über Brüche im Lebenslauf sagte. Bei Wolff-Christoph Fuss fand ich spannend, in welchen Niederungen des Fußballs er ins Kommentatoren-Geschäft eingestiegen ist und welch‘ große Unterschiede Robert Schäfer als Geschäftsführer eines Zweitligisten (Hannover 96, die Red.) im Vergleich zum Establishment der Bundesliga genannt hat.“

Der Kommunikationschef vom FC Bayern, Stefan Mennerich, war unter anderem vor Ort. Waren Sie eigentlich überrascht davon, dass er investigativen Journalismus so stark befürwortet, wie er im Gespräch mit Ihnen und Dirk Grosse auf dem Podium sagte?

Fürther: „Ich kenne und schätze Stefan sehr lange und weiß, dass er immer über den Tellerrand der Säbener Straße hinausblickt. Als kluger Medienmanager ist ihm bewusst, dass reines Fan-TV auf Dauer Langeweile bei neutralen Zuschauern auslöst, da eine Marke wie der FC Bayern auch mal Ecken und Kanten braucht.“

In den letzten Tagen sind durch die hohen Inzidenzwerte fest eingeplante Medienveranstaltungen wieder fragwürdig geworden. Glauben Sie denn, dass im nächsten Jahr die meisten Veranstaltungen überhaupt normal laufen können?

Fürther: „Aktuell gleicht das Eventbusiness den Öffnungszeiten einer Eisdiele. Von April bis Ende September ist alles entspannt und gut, anschließend wird es schwierig. Ich hoffe, wir finden für 2022 und die Folgejahre bessere Lösungen.“

Wer nicht dabei war kann sich die Bildergalerie vom Event hier anschauen. Und ein Youtube-Video gibt es auch:

Interview: dh

Foto: privat