Die Sendung „Viertel nach acht“ kommt nicht mehr Viertel nach acht. Zumindest nicht mehr im linearen Fernsehen. Bild TV hat sich für die zweite Staffel der Reihe für einen neuen Sendeplatz entschieden. Live übertragen wird die Sendung zur angestammten Sendezeit jedoch weiterhin bei Youtube.

Ab dem 25. Januar 2022 ist der Talk, nach einer kurzen Auszeit, drei Mal pro Woche von Dienstag bis Donnerstag jeweils um 23.15 Uhr im Programm als Aufzeichnung bei Bild TV geplant. Damit tritt die Sendung in direkte Konkurrenz mit dem ZDF. Markus Lanz talkt bei dem öffentlich-rechtlichen Sender etwa um dieselbe Uhrzeit.

Das Motto bei Axel Springer heißt in diesem Fall YouTube first: Vorab ist „Viertel nach acht“  schon um 20.15 Uhr live bei dem Google-Service zu sehen. Dort reüssierte die Sendung bereits: Seit dem Start am 23. August 2021 wurden bei den insgesamt 76 Folgen rund 40 Millionen Views und bis zu rund 1,9 Millionen Abrufe je Folge gemessen. Somit zählt die Sendung zu den erfolgreichsten Videoformaten von „Bild“.

Der Sendeplatz in der Prime Time bei Bild TV soll künftig anderen Formaten vorbehalten bleiben. Etwa „Achtung Fahndung“ mit Andrea Kiewel-Sohn Maximilian Kiewel. Weitere spezielle Formate um 20:15 Uhr sollen folgen.   

Präsentiert wird „Viertel nach Acht“ künftig übrigens von den zwei Moderatoren Nena Schink (im Bild oben) und Paul Ronzheimer. Beide sollen sich als Host der Sendung abwechseln. Schink sorgte in der jüngeren Vergangenheit für Kontroversen beispielsweise hinsichtlich ihrer Meinung zur Maskenpflicht. Sie kam erst Ende 2020 von „Bunte“ zu „Bild“ (Clap berichtete exklusiv), legte dort einen Blitzkarriere hin und wird wohl auch weiterhin nicht sehr bemüht sein, unumstritten zu sein.

Wie sich nun zeigt ist Schinks Kompagnon Paul Ronzheimer wohl auch nach dem Weggang von Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt eine feste Größe bei Bild TV. Der „Bild“-Vize war bereits bei der ersten Staffel von „Viertel nach acht“ öfter als Moderator im Einsatz, vor allem während der Bundestagswahl. Dagegen wird wohl Claus Strunz bei der Bild TV-Sendung künftig eher im Hintergrund wirken, da er als „Bild“-Chefredakteur für TV und Video andere Aufgaben wahrnehmen will. Zum neuen Sendplatz sagt er: „Mit dem neuen TV-Sendeplatz am Abend und der Vorabsendung bei YouTube folgen wir dem Sehverhalten unserer Zuschauer und wollen damit die Sendung in der Gesamtreichweite weiter stärken.“ (dh)

Wer sich von der neuen Staffel einen Eindruck verschaffen will, schaut hier:

Foto: Axel Springer