Er ist einer der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten des Landes und macht jetzt eine späte Karriere beim „Focus“: Tomas Tuma wird wohl nach dem Weggang von Carla Neuhaus zur „Zeit“ neuer Leiter der Wirtschaftsredaktion beim Nachrichtenmagazin.

Bei dem Burda-Titel ist er bereits Mitglied der Chefredaktion. Außerdem besetzte er bislang die für ihn neu geschaffene Position des Chefautors und schrieb seit 2021 als ressortübergreifend zu wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen.

Tuma ist eine sehr bekannte Größe in der Magazinbranche, ein journalistisches Schwergewicht. Er kennt fast alle großen Redaktionen von innen. Sogar beim Tiedje-Magazin „Tango“ war er mal, aber das ist lange her. Vor seinem jüngsten Burda-Engagement war der 57-Jährige lange Zeit stellvertretender Chefredakteur beim „Handelsblatt“. Dort endete die Karriere Ende 2020. Nach der Einstellung des „Handelsblatt Magazins“, dass er verantwortete, verließ er nach sieben Jahren die Düsseldorfer.

Bekanntheit erlangte Tuma aber vor allem durch seine lange Tätigkeit beim „Spiegel“. 1996 fing er dort bereits an, von 2002 bis 2013 war er dann in Hamburg Ressortleiter der Bereiche Wirtschaft und Medien und schrieb dort eine Vielzahl von lesenswerten investigativen Geschichten. Auch über die Medienbranche. Der Autor eines Kriminalromans („Tödlicher Chat“) erhielt insbesondere während seiner „Spiegel“-Zeit eine Reihe von Journalistenpreisen.

Auf seiner eigenen Website schreibt Tuma über seine Ansicht vom Journalismus folgendes: „In all den Jahren ging es immer um Wirtschaft, Politik, Kunst und Unterhaltung. Es ging um Inhalt, Transformation, den Weg ins Digitale und wieder zurück. Es ging um Menschen. Also um alles. Immer. Vielleicht geht es ja auch mal um Sie.“

Für den „Focus“ könnte der erfahrene Tuma nach dem Weggang von Chefredakteur Robert Schneider, der wohl erst offiziell in einigen Monaten ansteht, nochmal wichtig werden. (dh)

Foto: Hubert Burda Media

 

Last Updated on 20. Januar 2023 by Daniel Häuser