München statt Berlin. Mini-Bambi statt Burda-Rehkitz. Clap nahm den Shortcut ins Westin Grand in der Arabellastraße. Gruner + Jahr feierte dort gestern Abend nur wenige Meter von Huberts Headquarter mit dem „Entertainment Preis“ den entertainigsten Preis, den der Hamburger Großverlag zu feiern hat. Eine richtige Entscheidung. Bedacht wurde die Presse nicht etwa mit einem Platz auf den hinteren Rängen, wo Journalisten gern mal hinverfrachtet werden. Sondern auf den Special-Westin-Balkon mit dem besten Blick auf das komplette Geschehen. Also etwa dort, wo beim Wiener Opernball Mörtel Lugner mit einem Gspusi sitzen würde. „Amazing“ würde Bill Gates wohl sagen.

Jedenfall schien sich G+J einen großen Spaß daraus zu machen, den Bambi auf kleinerer Ebene nachzuspielen. Die Burda zugewandte Nina Eichinger, gern gesehener Gast beim DLD, moderierte gewohnt nonchalant im langen schwarzen Kleid. Sky-Moderatoren, wie Viola Weiss, kündigten Preisträger wie Bully Herbig an, der dem Insider-Treff den ganzen Abend amüsiert beiwohnte. Krawattenzupfer Michael Ivert nahm für Concorde Home Entertainment gerührt den DVD-Preis entgegen. Und als musikalische Umrahmung umschmeichelte eine begnadete Newcomerin mit Harfe die Gehörgänge. Da hätte sicher auch Robbie Williams applaudiert.

Einen besonderen Seitenhieb gab es aber noch seitens Gruner + Jahr beim Verlassen der Veranstaltung: Neben einigen Blu-Ray-Discs lagen in der üblichen Give Away-Tüte die Plüschfiguren von Til Schweigers Film-Hits „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“. Also von demselben Til Schweiger, der am gleichen Tag beim Bambi großformatig in Szene gesetzt wurde. Eine nette kleine Provokation, die wir dem Burda Verlag natürlich nicht vorenthalten wollen.

keinohrdings

(dh) Fotos: Daniel Häuser