Am Montag erscheint die 50. Ausgabe des gedruckten Clap-Magazins. In der Jubiläumsnummer finden Sie unter anderem das Titelporträt über „BamS“-Chefin Marion Horn, in dem sie erklärt, warum sie „immer am Rande des Nervenzusammenbruchs“ lebt, nicht mehr gern zum Frisör geht und Baby-Sprache hasst. Außerdem verraten VDZ-Vizepräsident Rudolf Thiemann, warum er „schneller als jedes kambodschanische Tuk-Tuk“ ist und Mainstream-Media-Boss Gottfried Zmeck, dass er einen Börsengang seines Unternehmens nicht ausschließt. Vorab ein kleiner Ausschnitt aus dem Clap-Clubgespräch:

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Ist Ihnen die Medienbranche nicht manchmal zu jung?
Das wäre arrogant. Als ich vom ORF aus London zu Kirch nach München gekommen bin, war ich 34 Jahre alt. Also vergleichsweise jung. Daher beobachte ich heute mit Interesse Menschen, die in diesem Alter sind.

Was hat sich seitdem verändert?
Unter anderem, dass viele in diesem Alter wesentlich weniger weit sind in ihrer Karriere. Weil sie viel länger in der Ausbildung stecken. Es gibt Mittdreißiger, die schon Verantwortung tragen, aber auch viele, die eine tolle Ausbildung haben und heilfroh sind, wenn sie mal ein Praktikum machen dürfen.

Zmeck

Wie empfinden Sie den Stil, der heute vielerorts gepflegt wird?
Seit dem ProSieben-Börsengang in den Neunzigerjahren hat sich vieles verändert. Es gibt weniger inhabergeführte Medienunternehmen, das hat viele neue Leute von einem anderen Schlag in die Medienbranche gespült, die eher kurz- als langfristig denken. Verändert hat sich dadurch dieses ständige „Auf-Rendite-Trimmen“.

Sie sind ja offensichtlich ein glücklicher mittelständischer Unternehmer. Können Sie sich denn vorstellen, mit Mainstream Media eines Tages auch an die Börse zu gehen?
Ja, aber nicht gleich heute oder morgen. Ich schließe das nicht aus. Wobei das viele Pflichten nach sich zieht, das will also wohlüberlegt sein.

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(Bulo/Daniel Häuser) Foto: Alexander von Spreti