Sichtlich entspannt wirkte Michael Höflich, Geschäftsführer des Wettbewerbs Best of Corporate Publishing, am vergangenen Mittwoch. Grund sind die rund 640 Einreichungen, die er anlässlich der ersten Jury-Sitzung vermelden konnte. Trotz der kleinen Querelen im Vorfeld liegt der Kontest damit auf dem Niveau der Vorjahre. Beim ersten Entscheider-Treff waren auch wieder eine Reihe von Top-Medienleuten unter den Jury-Mitgliedern, unter anderem wurden Burda-Manager Nikolaus von der Decken, Gruner + Jahr-Frau Aleksandra Solda-Zaccaro, Ex-„TV Spielfilm“-Chef Michael Kleinjohann und der langjährige „Spiegel“-Verlagsmanager Christian Schlottau gesichtet. Auch „Clap“ durfte sich in diesem Jahr unter die fachkundigen Medienprofis mischen.

Eine Jury-Sitzung hat seine eigenen Gesetze. Um eine Chance zu haben, sollte der Corporate Publisher schon bei der Heftkonzeption einige Dinge im Hinterkopf haben. Mit diesen zehn goldenen Regeln fallen Sie auf jeden Fall auf:

1. Mattes Papier – zu viel Blingbling könnte falsch ausgelegt werden.

2. Klebebindung, auf keinen Fall Rückstichheftung.

3. Irgendeine kreative Stanzung ist auf jeden Fall von Vorteil.

4. Niemals einfaches A4-Format, am besten viel größer oder viel kleiner.

5. Reichen Sie mehrere Produkte aus ihrem Hause ein, das erhöht die Shortlist-Chancen.

6. Eine Sonderfarbe auf dem Cover darf es sein (Pantone oder HKS), auch wenn’s teuer ist.

7. Sparen Sie sich große Erklärungen auf dem Fragebogen, das Heft ist der Star.

8. Auf große Unternehmens-Logos fällt heute keiner mehr rein, mehrere kleine tun es auch.

9. Nicht beim Papier sparen. Je dicker und hochwertiger, desto besser.

10. Ganz vorne dabei sind Hefte mit Prägung, am besten mit Blindprägung oder Heißfolienprägung.

Am Ende gabs für die Teilnehmer die obligatorische Tüte zum mitnehmen. Erstaunlicherweise fand sich darin gar kein CP-taugliches Material, sondern eine Ausgabe der „Freundin“, und eine brandaktuelle Ausgabe des „Playboy“. Auch irgendwie kreativ.

(dh) Foto: Daniel Häuser