Die mit der Einführung des Mindestlohns verbundenen Kostensteigerungen bei den Zustellkosten geben Verlage offensichtlich an die Käufer weiter. Zumindest die „taz“ hatte mit dieser Begründung den Abo-Preis vor Wochen bereits angehoben. “Die Zeit” und “Bild am Sonntag” machten im April und Mai bereits mit Preissteigerungen auf sich aufmerksam. Zum 5. Juli wird nun auch die „Welt am Sonntag“ teurer. Und zwar um 20 Cent auf nunmehr 3,90 Euro. Die Umstellung betrifft auch die „Welt am Sonntag kompakt“, die nunmehr 10 Cent mehr und jetzt 2,70 Euro kostet. Auch die „Frankfurter Rundschau“ dreht an der Preisschraube: Die Tageszeitung kostet statt runden 2 Euro ab 1. Juli 2,10 Euro, die Samstagsausgabe 2,50 statt 2,40 Euro.

Und das war noch lange nicht das Ende der großen Preisrunde, die ab Anfang Juli startet. Weiter geht’s mit der „Berliner Morgenpost“: Sie kostet dann 1,50 Euro statt 1,40 Euro. Die „Dresdner“ und „Chemnitzer Morgenpost“ ziehen die Preisschraube ebenfalls an, der Preis erhöht sich ebenso um 10 Cent und die Zeitung liegt ab 1. Juli für 70 Cent am Kiosk. Auch die Tageszeitung „Rheinpfalz“ wird an diesem Tag teurer und kostet von Montag bis Freitag 1,60 statt 1,50 Euro. Die Samstagsausgabe kostet ebenfalls zehn Cent mehr.

Jetzt schwirrt der Kopf wegen der vielen Preisänderungen, aber es geht noch weiter: Auch bei den Programmies steht bei vielen wichtigen Titeln der Funke-Gruppe ab 3. Juli ein neuer Copypreis auf dem Cover. Wir machen es kurz: Unter anderem werden „Gong“, „Hörzu“ sowie „Bild und Funk“ jeweils 10 Cent teurer und kosten nunmehr 1,80 Euro. Und last but not least erhöhte im Bereich der Politikpresse auch „Cicero“ seinen Verkaufspreis mit der gestern erschienenen aktuellen Ausgabe von 8,50 Euro auf runde 9 Euro.

Es ist abzusehen, dass dies noch lange nicht das Ende der Preissteigerungen bei Zeitungen und Zeitschriften gewesen ist.

(Daniel Häuser) Foto:Welt am Sonntag