Was Ex-Sky-Mann Wolfram Winter nach seiner Zeit bei beim Pay-Sender machen wird, bleibt zunächst weiter im unklaren. Umso überraschender war in dieser Woche die Meldung, dass es ihn zunächst in die Printbranche zieht. In der Kolumne „Winter Wonderland“ wird er künftig für „GQ“ jeden Monat über „Entwicklungen und Eigentümlichkeiten in den Medien und die Digitalisierung des Lebens“ schreiben. Aber warum?

Für Printjournalisten hatte Winter zumindest in seiner Zeit als PR-Manager ein außergewöhnlich gutes Verständnis. Das könnte daran liegen, dass er als Printjournalist einst in Namibia sein erstes eigenes Geld als Festangestellter verdient hat. Damals berichtete er unter anderem über den dort tobenden Guerilla-Kampf. Winter selbst führt aber auch noch drei andere Gründe an.

Seine Thesen, über die er schreibt wären nah dran an den Thematiken, mit denen er sich aufgrund seiner Professur an der Macromedia permanent auseinander setzt. „Daher erlebe ich praktisch, was gerade die junge Zielgruppe vor meiner Nase tatsächlich tut und was sie laut Expertisen und Marktforschungen angeblich tut.“ Außerdem sei „GQ“ ein Magazin, das er gerne und „schon immer freiwillig gelesen“ habe und drittens gäbe es mit Tom Junkersdorf einen höchst angenehmen Chefredakteur, der seine Themenvorschläge für gut genug befand. (dh)

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