Fast drei Jahre ist es nun her, dass York von Heimburg seinen Vorstandsposten bei IDG Deutschland zur Verfügung gestellt hat. 28 Jahre war er dort, offiziell ausgeschieden ist er erst im September 2020. Nun ist nach einer kleinen Pause mal wieder was von ihm zu hören.

Heute kommt sein mittlerweile fünftes Buch auf den Markt. In „Fit für die Zukunft – 12 Strategien für nachhaltigen Unternehmenserfolg“ bietet von Heimburg einen Überblick zu moderner, innovativer und nachhaltiger Führung von Unternehmen. Das 193 Seiten starke Buch erscheint im Hanser Verlag.

Medienunternehmen müssen sich bei dem Release nicht explizit angesprochen fühlen, doch seine Expertise in der Kommunikationsbranche bringt von Heimburg auf jeden Fall mit ein, wie in einem Pressestatement zu lesen ist. Verlagsmanager können sich also gerne ein paar Anregungen holen: „Dass sich dynamisch verändernde Umfeld erforderte blitzschnelle Veränderungen, wie sie bislang nicht notwendig waren. Um auch künftig für solche Entwicklungen besser gewappnet zu sein, muss Leadership neu gedacht werden“, so eine der Kernaussagen. In eine ähnliche Kerbe schlug zuletzt übrigens auch der frühere Territory-Manager Soheil Dastyari mit seinem „Fellowship„-Buch.

Selbstverständlich hat von Heimburg, dem man nicht nachsagen kann, er wäre von Nostalgie benebelt, die Meldung von letzer Woche bewegt, wonach Gruner + Jahr von RTL geschluckt wird. Er hat dazu auch kein Patentrezept, aber eine klare Meinung:

„Ja, der Merger ist ein Hammer, aber war voraussagbar und der Kaufpreis ist auf alle Fälle bemerkenswert niedrig. Bertelsmann verfolgt eine eigene Wachstums-Strategie und nutzt Gruner um das eigen Kern- und Zukunftsgeschäft gleichzeitig zu stärken.

Bertelsmann war offenbar der Überzeugung, dass dies für Bertelsmann die bessere Strategie ist als Gruner weiter auf Dauer dahin schrumpfen zu sehen. Da geschahen seit mehr als einem Jahrzehnt viele selbstgemachte Fehler: zum Beispiel keine wirkliche Transformation und keine Digitalisierungsstrategie, keine wirklichen Innovationen, wenig Investments oder falsch getätigte und Ausstieg aus vielen internationalen Aktivitäten, keine Vision und keine Visionäre und viele Ja-Sager in der Führung. Klar hat auch Bertelsmann dazu selbst erheblich als Eigentümer beigetragen.“ (dh)

Foto: Hanser Verlag