Mit verschwitztem Kurzarmhemd wanken Agentur-Mitarbeiter über die Büroflure, Redaktionskonferenzen geraten zu ausgedehnten Saunagängen, die zweite Dusche wäre eigentlich schon früh um zehn fällig. Unglaubliche Szenen spielen sich derzeit in vielen Medienhäusern ab. Ursache sind in vielen Fällen sogenannte Nur-Wasser-Anlagen, die statt echter Klimaanlagen im Einsatz sind.

Die Technologie, bei der kühles Wasser hinter den Wänden durch Leitungen fließt, kommt bei den derzeitigen hohen Temperaturen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Und so muss hinter den modernen Fassaden von Sky Deutschland, Microsoft, Burda, oder beim ZDF bisweilen heftig geschwitzt werden. Die Anlagen sind sicherlich gesünder als herkömmliche Klimaanlagen, doch hinter vorgehaltener Hand wird wegen der schwach kühlenden Anlagen und dem daraus entstehenden „Dubai-Feeling“ seit Wochen gelästert und gestänkert.

Allerdings ist die Wasser-Kühlmethode selbsverständlich immer noch besser als gar keine. Einige Medienkollegen müssen ohne jedwede Erfrischung auskommen. Während der Umbauarbeiten in der Medienallee harren einige ProSiebenSat.1-Mitarbeiter derzeit im ungeliebten Oktavian-Gebäude aus – ohne jede Kühlung. Da helfen selbst Ventilatoren nicht, höchstens ein mittäglicher Ausflug an den nahegelegenen Feringasee.

Eine relativ gut funktionierende Klima-Alternative gibt es angeblich im modernen Bürogebäude des Süddeutschen Verlags. Lassen Sie sich also dort einen Termin geben, wenn Sie eine Abkühlung suchen und das Hitze-Wochenende überstanden haben. (dh)

Foto: Alexander von Spreti