Seit der Gründung im Oktober 2013 gehörte Cherno Jobatey als Herausgeber zum Führungsteam der deutschen „HuffPost“. Mit großen Hoffnungen präsentierte Burda zusammen mit Arianna Huffington damals den neuen News-Service im Literaturhaus in München. Die Strategie schien zunächst aufzugehen: Innerhalb eines Jahres schaffte es die deutsche Ausgabe der „HuffPost“, sich ganz nahe an die Spitze, an die Top Ten der deutschen News-Angebote heranzupirschen.

Doch in den vergangenen Jahren war es bereits merklich ruhiger geworden um die deutsche Version der Ausgabe. Für Aufmerksamkeit sorgte allerdings bereits 2017 der Wechsel des Gründungschefredakteurs Sebastian Matthes zur Handelsblatt Media Group, ein Nachfolger für ihn wurde seitdem von Burda nicht benannt.

Nun also das überraschende Aus für den Dienst. Zwangsläufig ist nun Herausgeber Jobatey nicht mehr für den Dienst tätig. Doch bleibt er bei Burda? „Mit ihm werden derzeit Gespräche geführt“, sagt eine Burda-Sprecherin. Zumindest war er gestern Abend noch beim Ludwig Erhard Gipfel, unterhielt sich dort angeregt mit dem „Bunte“-Chefredakteur Robert Pölzer. Gut möglich also, dass er beispielsweise beim kommenden DLD hier und da mal auftaucht. (dh)

 

Foto: Archiv, Weimer Media/ Felix Hörhager