Erst vor kurzem gab der Bundesverband der Musikindustrie bekannt, dass sich der Rückgang der CD-Verkäufe nunmehr stark beschleunigt. Und auch in der Verlagswelt scheint angesichts dieser Fakten ein Umdenken eingesetzt zu haben. So ist die CD-Beigabe bei einer Zeitschrift nunmehr eher eine Seltenheit geworden. Eine Bastion hingegen war die Compact Disc bislang immer noch als Zierde der Cover von Computerzeitschriften. Doch diese Ära scheint sich nun  dem Ende zuzuneigen. Ein wichtiger Player macht damit jetzt Schluss.

Fast 20 Jahre lang wurde die „Computer Bild Spiele“ mit Heft-CD voller Spiele-Vollversionen ausgeliefert. Exklusive Software gibt es künftig immer noch. Aber statt einer CD gibt es zukünftig nur noch ein kleines Kärtchen. Mit einem individuellen Code für eine Vollversion. Eine einfache und effiziente Lösung bei der nicht auzuschließen ist, dass sie sich auch bei anderen Axel Springer-Zeitschriften durchsetzt. Allerdings kommt das Mutterblatt „Computer Bild“ vorerst noch mit CD.

Rund 80 Prozent der PC-Spiele werden mittlerweile als Download verkauft. Viele Computer besitzen gar kein optisches Laufwerk mehr. Und Download-Plattformen wie Steam sind längst die ersten Adressen beim Spielekauf. Die Frage ist also eher, warum die Verlage eigentlich noch solange am alten Datenträger festhalten. Auf jeden Fall tritt die Umstellung bereits mit der am 6. Februar erscheinenden Ausgabe der „Computer Bild Spiele“ in Kraft.

Und was sagt eigentlich Axel Springer dazu? „Durch den Wegfall des Datenträgers kann nun zusätzlich in Spiele investiert werden. Und ganz nebenbei wird mit dem Verzicht auf Produktion, Auslieferung und späterem Recycling nicht verkaufter DVDs auch die Umwelt geschont“, so Bild-Sprecher Christian Senft. (dh)