Burda Forward ordnet seine Marke „Chip“ neu.  Seit heute ist mit „Chip Plus“ ein neues Zeitschriftenprodukt am Kiosk. Die drei Marken „Chip Magazin“, „Chip DVD“ und „Chip Premium“ gibt es nicht mehr und werden nun schlicht und einfach in die Marke „Chip“ überführt. Damit verzichten die Münchner auf jegliche Datenträger in dem Heft. Die Inhalte der bislang mitverkauften DVD’s werden künftig über ein Portal zum Download zur Verfügung gestellt und sollen den Käufern anschließend dauerhaft als Archiv dienen.

Mit der Neuordnung dreht „Chip“ auch indirekt am Copy-Preis. „Chip Premium“ kostete mit DVD bislang 7,95 Euro und ohne kostet „Chip Plus“ nun auch 7,95 Euro. Die Zeiten, bei denen die Computerzeitschrift sehr günstig am Kiosk zu erwerben war, ist damit vorbei. Unter 7,95 Euro gibt es keine „Chip“ mehr zu kaufen. Somit werden künftig mehr denn je die wahren Fans des Heftes angesprochen. In früheren Zeiten gab es ja von etlichen Computer-Titeln kompakte Ausgaben zum Schnäppchenpreis von einem Euro, das ist längst vorbei.

Was sagt eigentlich der „Chip“-Chefredakteur Josef Reitberger, seit 2012 im Amt, dazu? „Als Chip vor rund zehn Jahren die Premium-Ausgabe mit zwei Datenträgern eingeführt hat, boten die Scheiben die beste Kombination aus Geschwindigkeit und Verfügbarkeit. Im Jahr 2019 hat sich das geändert: Die Mehrheit der verkauften Rechner hat kein optisches Laufwerk mehr, der durchschnittliche Internet-Zugang ist bei Seitenaufbau und Reaktionszeiten schneller als ein DVD-Laufwerk. Dem tragen wir mit Chip Plus Rechnung“.

Und etwas für die Umwelt tun die Münchner übrigens damit auch. Die Software-Zugaben sind jetzt mit jedem Gerät nutzbar, das mit dem Internet verbunden ist. Viele Tonnen Plastik werden so pro Jahr weniger produziert. (dh)