Der Umbruch bei Axel Springer ruft den Betriebsrat auf den Plan. Mit einer gedruckten „Bild“ macht in dieser Woche die Interessensvertretung der Springer-Mitarbeiter auf sich aufmerksam, die Clap exklusiv vorliegt. Zum Titelthema wurde dabei die „Job-Angst bei Springer“ hinsichtlich des „Freiwilligenprogramms“ auserkoren. Kein Wunder, bei den vielen Köpfen, die das Unternehmen wohl noch verlassen werden. Oder wie Ex-Politik-Chef Nikolaus Blome oder BamS-Chefredakteurin Marion Horn schon verlassen haben.

Vorstandschef Mathias Döpfner ist in der Spezial-Ausgabe allerdings nicht zu sehen. Dafür oft Vorständin Stephanie Caspar, die die Belegschaft wohl auf „schwierige Zeiten“ eingestimmt hat. Der Betriebsrat teilt in Richtung Caspar mit, sie würde zwar Schnelligkeit propagieren, aber sie solle auch dafür sorgen, „dass die Betriebsräte die Basisinformationen erhalten, damit wir auch damit arbeiten können.“

Auf Seite 2 gibt es interessante Inhalte von einer Betriebsratssitzung. Gegenüber dem Springer-Vorstand sagen deren Vorsitzende, dass das Prinzip Rasenmäher keine Lösung sei. Der Betriebsrat konstatiert, wie unten zu lesen ist: „Die Stimmung bei Springer war noch nie so schlecht.“

Auf der dritten Seite wird unter anderem auch noch Restrukturierungsexperte Thomas Wagner genannt, der wohl auch Berater für Betriebsräte ist. Er lässt sich mit den Worten zitieren. „KKR interessiert sich für Journalismus wie eine Kuh fürs Tango tanzen!“

Und auf der letzten Seite kommen noch einmal die Forderungen der einzelnen Betriebsräte. Unter anderem: Guter Journalismus solle nicht der Rendite geopfert werden. Und das Bild-Leser-Telefon müsste wieder zurückgeholt werden. 

Text: Daniel Häuser

Fotos: Anonymous