Im vergangenen Jahr hat die Gruner + Jahr-Tochter Territory wichtige Kunden im Digitalbereich für sich gewonnen. So ging der globale Social Media-Etat von BMW an die Content-Marketing-Spezialisten. Beim Thema Corporate Publishing muss das Gruner + Jahr-Tochterunternehmen allerdings derzeit um einen wichtigen Etat bangen. Das Lamborghini-Magazin wird derzeit nicht mehr in München produziert.

Das vielfach ausgezeichnete Heft (unter anderem Red Dot Awards, Fox Awards, Mercury Excellence Awards) erschien bereits vor kurzem einmal ohne die Unterstützung von Territory, derzeit läuft aber dem Vernehmen nach ein Pitch um den Neuauftrag. Infrage für den Wettbewerb kommen bekannte Adressen wie Hoffmann und Campe X (die gerade den Etat für das Mitarbeiter-Magazin „Audi mobil“ gewonnen haben)  oder auch der auf Automobilhersteller fokussierte „Ramp“-Herausgeber Michael Köckritz. Bislang erschien das Lambo-Heft zwei Mal im Jahr in einer niedrigen fünfstelligen Auflage.

Der italienische Luxuswagenkonzern gehört zu Audi, die Ingolstädter hatten in der letzten Woche gegenüber unserem Online-Magazin bekannt gegeben, auf Kundenmagazine international verzichten zu wollen. Wettbewerber BMW hat schon seit längerem klar gemacht, die Kommunikation mit ihren Kunden nur noch auf digitaler Ebene weiterführen zu wollen. Nur Mercedes gibt in dieser Hinsicht hierzulande noch Vollgas. Offensichtlich stehen Printmagazine in wichtigen Ebenen der Automobilbranche nicht mehr so hoch im Kurs. Auch aus diesen Gründen sieht das Lamborghini-Heft nach Neuvergabe des Etats womöglich ganz anders aus.  (dh)

Foto: Gruner + Jahr