Das bekannteste Bodybuilder-Magazin stellt sein Erscheinen in Deutschland ein. Die Juli-Ausgabe von „Muscle & Fitness“ wird vorerst die letzte gewesen sein. Das Heft war in vielen europäischen Ländern erhältlich, inhaltlich bestanden diese Ausgaben zum großen Teil aus Übersetzungen der Artikel der amerikanischen Originalausgabe. Diese erscheint im Verlag American Media, dessen Geschäftsführer seit 2013 Arnold Schwarzenegger ist.

Eine dem Clap-Magazin vorliegende Information zur Einstellung des Magazins bestätigte der bisherige Chefredakteur Mark Bergmann. Eine entsprechende Lizenz wurde demnach für den deutschsprachigen Raum nicht verlängert. In Deutschland erschien das Heft beim Hamburger UGM Verlag. Die Website ist abgeschaltet, die Facebook-Seite wird nicht mehr aktualisiert.

Damit geht eine Ära zu Ende. Zusammen mit der „Sport Revue“ war „Muscle & Fitness“ für die Freunde des Bodybuilding jahrelang eine monatliche Pflichtlektüre und Institution. Nicht nur, um sich über den „Gossip“ in der Bodybuilding-Welt zu informieren. Damit ist im übrigen auch das Ende der Zeitschrift „Flex“ besiegelt, die bereits im März 2018 mit der „Muscle & Fitness“ fusioniert worden ist und als Hardcore-Bodybuilding-Magazin galt. Vor der Internet-Ära erfuhren die Leser erst in diesem Print-Magazin, wer etwa neuer Mr. Olympia geworden ist.

Ebenso nicht mehr am Kiosk erhältlich ist das Heft „Men’s Fitness“, ebenfalls aus dem UGM Verlag. Das Fitness- und Lifestyle-Magazin bot neben Tipps zu Training, Muskelaufbau, Fettverbrennung und Ernährung jeden Monat Interviews mit Hollywood-Größen wie Matt Damon, Chris Pratt oder Mark Wahlberg und Top-Athleten wie Fabian Hambüchen oder Bruno Spengler.

Und wie steht es um die amerikanische „Muscle & Fitness“-Ausgabe, die 1936 erstmals von Bodybuilding-Legende Joe Weider veröffentlicht wurde? Die entsprechende Website Muscleandfitness.com ist derzeit abgestellt. (dh)

Fotos: UGM