Anfang letzter Woche genehmigte das Kartellamt das geplante Anzeigen-Joint-Venture von der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Noch dauert die kartellrechtliche Prüfung zwar an, doch es sieht ganz nach dieser neuen Vermarktungspartnerschaft aus. Zwei Personen stehen dabei im Mittelpunkt, die wohl treibende Käfte beim Vorhaben waren. Jürgen Maukner, Gesamtanzeigenleiter der Süddeutschen Zeitung und der Geschäftsführer der FAZ – Thomas Lindner. Beide kennen sich aus einer früheren gemeinsamen beruflichen Station bestens. Marktbeobachter sagen sogar, sie kennen sich in- und auswendig.

Warum ist das so? Jürgen Maukner war zweieinhalb Jahre lang Anzeigenleiter der „Financial Times Deutschland“. Im Juli 1999 wurde er engagiert, um den Anzeigenbereich der mittlerweile eingestellten Wirtschaftszeitung „FTD“ aufzubauen.  Als 35-Jähriger übernahm er die Position des Gesamtanzeigenleiters bei der „Süddeutschen Zeitung“. Den Job hat er bis heute immer noch. Aus dieser Gruner+ Jahr-Zeit, dort wurde die „FTD“ gemacht, kennt Maukner seinen wohl kommenden Kooperationspartner Thomas Lindner.

Der Diplom-Kaufmann ist nämlich ein G+J-Gewächs. Er kam schon im Jahr 1994 zu Gruner + Jahr, wechselte 1996 in die Anzeigenabteilung des „Stern“. Beim Wochenmagazin wurde er später Verlagsgeschäftsführer und Gesamtanzeigenleiter. Durch diese Jobs saß Lindner mit Maukner am Baumwall schon Ende der 90er und Anfang der 2000er gemeinsam an so manchem Konferenztisch. Wenn die Vermarktungskooperation steht wiederholt sich dieses Ereigniss – nur an einem anderen Ort. Dann werden die beiden über eine Top-Zielgruppe sprechen, die derzeit auf werblicher Ebene in den Zeitungen unterbucht zu sein scheint. (dh)

Foto: FAZ, Alex von Spreti